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„Mobile“ vor seinem 25-jährigen Jubiläum vor dem Aus?

Erneute Vorstandswahl in der Mitgliederversammlung am 22. April

17.03.2013 | Kategorie: Verein | Autor: es

Der Verein Mobile e.V., dessen Aktivitäten unter anderem im letzten Jahr mit dem Bürgermahl großen Beifall in der Bevölkerung gefunden haben, könnte im 24. Jahr seines Bestehens endgültig vor dem Aus stehen. Der Grund: Zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren fanden sich nicht genügend Kandidaten zur Besetzung des fünfköpfigen Vorstandes. Da in der Jahreshauptversammlung kein Vorstand gebildet werden konnte, muss eine neue Mitgliederversammlung einberufen werden. Dieser Termin ist nun für den 22. April 2013 um 20:00 Uhr im Posthotel Johannesberg anberaumt. Sollte erneut kein vollständiger Vorstand zustande kommen, muss der Verein aufgelöst werden.

Dass man den Verein nicht einfach aufgeben will, zeigten die Beiträge anlässlich eines vor Kurzem einberufenen Mitgliedertreffens. Zwanzig engagierte Teilnehmer suchten nach Möglichkeiten den Verein aus der aktuellen personellen Misere zu führen. Dabei kamen viele positive Fakten zur Sprache.

Der Verein, dessen Mitglieder sich der Chancenverbesserung für Familien in Lauterbach verschrieben haben, kann deutliche Erfolge vorweisen. Geld wurde eingesetzt um den Erhalt der Eisbahn zu unterstützen, der Spendenumfang beim Bürgermahl zugunsten der Lauterbacher Tafel betrug 1000 Euro. Nicht nur das beliebte Kubbturnier und das Drachenfest auf dem Steinköppel haben sich zu Publikumsmagneten entwickelt, Vorträge und Initiativen des Vereines wie etwa die Krabbelgruppe werden regelmäßig gut angenommen. Für Vereinsmitglieder werden einmal im Jahr Familientreffen und Freizeiten organisiert. Für Kinder gibt es Angebote zum Basteln, Filzen, Spielen.

Dennoch wurde kritisch hinterfragt, ob der Verein für Familien in seiner gegenwärtigen Ausrichtung noch zeitgemäß ist. Bei der zunehmenden Vielfalt an Kleidermärkten sei das Mobile-Angebot eben doch nur noch eines von vielen. Ebenso gäbe es zu viele Angebote für Familien, die in Konkurrenz stünden. Zugleich würden immer weniger junge Familien nachwachsen.

Tatsächlich zeichnet sich im Hintergrund von Mobile ein Generationenwechsel ab. Bereits im letzten Jahr deutete sich das Aus für die alternative Faschingsveranstaltung für Kinder an. Freiwillige Helfer zur Durchführung des Kinderkleidermarktes zu finden gestaltet sich zunehmend schwieriger. Zuletzt musste der Frühjahrkleidermarkt abgesagt werden, weil kaum mehr als die Hälfte der notwendigen Freiwilligen zur Durchführung gewonnen werden konnten. Für die Aktivitäten des Vereins war die Absage ein herber Rückschlag. Die Märkte bringen zwei Drittel der Einnahmen, aus denen der Verein seine Initiativen bestreitet. Mehrere Familien zeigten sich enttäuscht, für die der Ein- und Verkauf beim Kleidermarkt eine feste Größe darstellte.

Ein Engagement als Vorstand konnten sich aber die meisten der Diskussionsteilnehmer nicht vorstellen. Zu groß seien die Fußstapfen der Vorgänger, zu groß seien die Erwartungshaltungen die damit aufgebaut seien. Zudem böte der Verein außerhalb der als wichtig empfundenen Aktivitäten zugunsten des Allgemeinwohls wenig Gelegenheit zur Gesellschaft mit Gleichgesinnten. Gegenüber mitgliederorientierten Vereinen wie etwa Sport- und Freizeitvereinen wurde das als Nachteil empfunden.

Das Mitgliedertreffen zeigte aber auch, dass es nicht an Bereitschaft fehlt, den Verein zu unterstützen. Die Mehrheit befürwortete seine Ziele und empfindet seinen Erhalt als wichtig. Gerade die aktuelle Krabbelgruppe zeige beispielhaft, dass private Anlaufstellen für junge Mütter wichtig seien, da sich in ihrer Nachbarschaft immer weniger gleichaltrige Kinder zum Spielen fänden.

Nun sucht man bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung Mitglieder, die sich für die Aufgabe im Vorstand begeistern können.

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